Die Geschichte des KZ Ahlem



August 1944
Das Getto Lodz wird aufgelöst, die jüdischen Überlebenden werden nach Auschwitz gebracht. Mitarbeiter der Continental AG Hannover suchen sich 1000 Arbeitsfähige Arbeitnehmer für kriegswichtige Produktion in Hannover aus.

November 1944
Befehl zur Verlegung des Lagers der Continental-Werke Stöcken, Stehlinger Straße, nach Ahlem. Es sollen dort Stollen für die Produktion untertage ausgebaut werden.

Letzte Novemberwoche 1944
Ankunft von etwa 100 Häftlingen, die das Lagergelände vorbereiten sollen. Die Baracken waren wahrscheinlich bereits vorhanden, wurden vorher vermutlich zur Unterbringung von Pferden genutzt und standen zum Zeitpunkt des Umbaus leer.

30. November 1944
Verlegung der Hauptgruppe von Häftlingen nach Ahlem (ca. 750 polnische Juden). Umbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, Sanitäranlagen bleiben aber zumindest in der Anfangszeit außer Betrieb, da die Wasserversorgung nicht funktionierte. Die Häftlinge wurden zu Fuß nach Ahlem gebracht, die Entfernung betrug etwa 5km.

1.1.-7.1.1945
Die Sterblichkeit im Lager erreicht mit 44 Toten in nur einer Woche Ihren Höhepunkt. Ursachen sind schlechte Verpflegung, Krankheiten und brutale Schläge der Karpos und SS-Wachmannschaften.

5.April 1945
Die Vorbereitungen für den Evakuierungsmarsch nach Bergen-Belsen beginnen. Dort sollten die Gefangenen endgültig vernichtet werden, wenn sie nicht schon auf dem Marsch dorthin tot zusammenbrachen.

6. April 1945
Abmarsch von ca. 600 Häftlingen. Ca. 220-250 nicht Marschfähige bleiben unbewacht im Lager zurück, weiterhin umgeben von einem elektrisch geladenen Zaun. 2 Männer vom Roten Kreuz durchtrennen den Zaun und besorgen Lebensmittel aus der Nachbarschaft.

10. April 1945
Die Amerikaner befreien das Lager, unter ihnen ist unser Zeitzeuge Vernon Tott.

12. April 1945
Unterbringung der Kranken im Krankenhaus "Heidehaus" Auch nach der Befreiung starben noch ca. 50-60 ehemalige Häftlinge an den Folgen des Aufenthalts im KZ Ahlem.

Lageplan des KZ Ahlem






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