Rechte im Netz

Was ist das Problem?

Was können wir tun?

Wo kannst du dich informieren?


 
 

Was ist das Problem?

Die Anzahl rechtsextremistischer Homepages hat "sprunghaft" zugenommen. Sie enthalten volksverhetzende und geschichtsverfälschende Dokumente, rechtsextremes Propagandamaterial und sogar Todeslisten mit Namen von Verfassungsschützern und anderen Aktiven gegen Rechtsextremismus, aber auch von Juden und anderen Volksgruppen.

Die Zahl der Homepages mit rechtsextremistischem Inhalt im Internet ist in den letzten Jahren stark angestiegen. 1996 waren es noch 32, Ende 2000 war die Zahl von Homepages mit Nazi-Propaganda auf 800 gestiegen. Bundesweit wurden im Jahr 2000 298 polizeiliche Ermittlungsverfahren wegen rechtsextremistischer Propaganda im Internet aufgenommen, doch kam es noch zu keiner Verurteilung. Wenn jemand aus Südafrika eine rechtsorientierte Website ins Netz stellt, die für DEUTSCHE gestaltet wurde mit DEUTSCHEN TEXTEN, DEUTSCHEN SCHRIFTEN, kann er trotzdem nicht ausgeliefert werden, es sei denn, er betritt deutschen Boden.

Im Internet verbreiten sich die rechten Texte (aber auch Radiosendungen und Musik) sehr schnell. Dies geschieht dadurch, dass in vielen anderen Ländern keine rechtlichen Grenzen gesetzt werden. Mit strafrechtlicher Verfolgung ist dem Rechtsextremismus im Internet nur schwer zu begegnen. Wird eine Homepage geschlossen, weichen die Betreiber auf Provider im Ausland aus. Dann stellt man auf den deutschen Servern nur die Anfangseite und legt die Weiterleitungen auf amerikanische und zunehmend auch russische oder polnische Servern. Es gibt immer wieder Versuche, Domains wie zum Beispiel www.adolfhitler.com zu sichern. Diese Sites können trotz fehlender gemeinsamer Gesetzesgrundlagen leicht "gekillt" werden. Doch es gibt auch genügend andere Sites, wie www.whiteunitypress.com,  www.hitler.org oder www.moqawama.org. Zwar sind diese Sites in Englisch, aber die wesentlichen Sachen kann jeder verstehen und für den Rest gibt es Übersetzungsprogz.Für rechte Musik, die man über Börsen wie Napster bekommt, braucht man aber kein Übersetzungs-Programm. Alles, was die finstersten Texte enthält, kann man sich leicht mal eben downloaden. Der Verfassungsschutz arbeitet daran, das zu unterbinden. Ende letzten Jahres hat Bertelsmann auch angekündigt, dass sie etwas unternehmen werden. 

Was können wir tun?

  • Wir können daran arbeiten, internationale Gesetze zu schaffen, die es möglich machen, dass Seiten mit solchen Inhalten nicht mehr im Internet stehen, egal ob sie in Deutschland stehen oder in Timbuktu.
  • Filterprogramme könnten verbessert werden.
  • Wir können mit Projekten wie diesem hier, Jugendliche dazu zu bringen, dass sie nachdenken und sich Seiten mit rechten Inhalten nicht mehr angucken.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wo kannst du dich informieren?

Hier ist eine Linkliste mit Aktionen gegen rechte Gewalt

 

Burkhard Schröder - Plötzlich sind alle gegen Nazis im Internet
Was tun gegen den Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhaß?
Auf dich kommt es an - ein Ideenwettbewerb der aej 
www.gegen-rechte-gewalt.de www.rechtegewalt.de
www.netzgegenrechts.de NRW gegen Rechts